
Projekt Neues Dock A I Flughafen Zürich
Simulationsworkshop zu Aufenthaltsqualität, Betriebs- und Passagierprozessen im neuen Dock A
Der Flughafen Zürich startet 2030 mit dem Bau des neuen Dock A. Zentrale Aspekte des neu konzipierten Flughafenbereichs sind eine nachhaltige Bauweise und eine hohe Aufenthaltsqualität. Ein Simulationsworkshops am SCDH testet die Baupläne im Massstab 1:1 und liefert wichtige Erkenntnisse zum Boarding- und Deboardingprozess der Passagier:innen am Gate.
Laufzeit
- April – Juni 2026
Kunde
- Zürich Flughafen
Kontext
Die Infrastruktur des Flughafens Zürich durchläuft einen schrittweisen Erneuerungsprozess. Das Dock A ist mit dem gleichzeitig erstellten Tower seit mehr als 35 Jahren täglich in Betrieb und wird von rund einem Drittel der abfliegenden und ankommenden Passagier:innen genutzt.
Da seine Struktur seit der Betriebsaufnahme im Jahr 1985 bis heute weitgehend unverändert geblieben ist, kann es in seiner heutigen Form die Anforderungen bezüglich Funktionalität, Nachhaltigkeit und Qualität nicht mehr erfüllen. Die Flughafen Zürich AG hat entschieden, das bestehende Dock A durch einen Neubau zu ersetzen.
Das zukünftige Dock A soll mit seiner zeitgemässen Infrastruktur nicht nur die Aufenthaltsqualität für die Passagier:innen deutlich verbessern, sondern auch optimierte Betriebs- und Passagierprozesse ermöglichen und den Mitarbeitenden verbesserte Arbeitsbedingungen bieten .
Das Swiss Center for Design and Health (SCDH) unterstützt den Planungsprozess mit seiner Expertise im Simulation-based Design Testing.
Vorgehen
Ist die Signaletik von den verschiedenen Bordingbereichen aus sichtbar? Gibt es auch bei hohem Passagieraufkommen genug Platz für Rollstuhlfahrer:innen? Sind die Platzverhältnisse am Schalter ausreichend für die effiziente Abfertigung aller Passagiergruppen? Und was ist die ideale Position für den Dokumentencheck bei Abflügen in den Non-Schengen-Raum? Um Antworten auf diese und andere Fragen zu finden, konzipiert und realisiert das SCDH einen ganztägigen Simulationsworkshop auf der Simulationsfläche in Nidau. Grundlage bilden der aktuelle Planungsstand und die mit den Stakeholdern definierten zentralen Bereiche und Prozesse.
In realitätsnahen Nutzungsszenarien werden räumliche Konfigurationen, Sichtachsen, Abläufe und Schnittstellen gemeinsam mit Mitarbeitenden des Flughafen Zürichs AG, von Swissport, von Swiss sowie des beauftragten Planungsteams überprüft. Durch begehbare 1:1-Projektionen, Kartonwände, Mock-ups und kontextspezifisches Mobiliar werden geplante Räume unmittelbar erlebbar. Um im eintägigen Workshop Szenarien für die mit unterschiedlichen Voraussetzungen verbundenen Bereiche Schengen und Non-Schengen zu testen, wird die Simulationsfläche über Mittag entsprechend umgebaut.
Auf jedes simulierte Szenario folgt ein Debriefing anhand der von Mitarbeitenden des SCDH gemachten und schriftlich festgehaltenen Beobachtungen und den Erfahrungen der Teilnehmenden. Die Evaluationen, Diskussionen und daraus abgeleiteten Empfehlungen werden protokolliert und den Stakeholdern für die weitere Planung zur Verfügung gestellt.
«Wir waren skeptisch, ob ihr mit eurem Gesundheitsfokus auch einen Flughafen simulieren könnt. Bei der Simulation hatten wir das Gefühl, ihr hättet nie etwas anderes gemacht.»

«Einen Planstand, der uns über Monate begleitet hat, erstmals in Lebensgrösse zu erleben, ist einzigartig. Das SCDH hat sich intensiv mit unserer Aviatik-Welt auseinandergesetzt, ihre spezifischen Abläufe, Rahmenbedingungen und Fachbegriffe aufgenommen und uns ermöglicht, Prozesse nicht nur zu diskutieren, sondern tatsächlich durchzuspielen.»

Nutzen
- Die simulationsbasierte Evaluation erlaubt es, Planungsannahmen frühzeitig zu überprüfen und fundierte Entscheidungsgrundlagen für die weitere Projektentwicklung zu schaffen. Potenzielle Schwachstellen in Bezug auf Sicherheit, Datenschutz, Raumwirkung und Prozesse werden sichtbar, bevor bauliche Massnahmen umgesetzt werden.
- Die aktive Einbindung von Mitarbeitenden stärkt die Akzeptanz der Nutzenden und stellt sicher, dass reale Arbeitsabläufe und Bedürfnisse in die Planung einfliessen.
- Die Simulation trägt zur Reduktion von Fehlplanungen und Folgekosten bei.
Galerie
Status
abgeschlossen
Projektart
Dienstleistung
Zielgruppe
Industrie und Wirtschaft
Tätigkeitsfeld
Objekte und UmweltSysteme und Prozesse
Angebot
AnalyseBeratungTesting
Infrastruktur
Simulationsfläche
Kontakt
































