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Workshop: Bodenbeläge für Gesundheitsbauten

17. März 2026, 13:30-16:30 Uhr

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Zirkuläre Kinderschuhe | NEUNOI

Zirkuläre Kinderschuhe | NEUNOI

Entwicklung eines Versorgungs- und Rücknahmemodells für den ersten systematisch reparierbaren Kindersneaker

Wie kann ein Produkt so gestaltet werden, dass es nicht zum Wegwerfartikel wird, sondern Teil eines funktionierenden Kreislaufsystems bleibt? Gemeinsam mit dem Zürcher Startup NEUNOI entwickelt das SCDH ein Versorgungs- und Rücknahmemodell für den ersten systematisch reparierbaren Kindersneaker. Im Sinne eines Desirability-Testings werden zentrale Annahmen zum Product-Market-Fit früh überprüft und iterativ weiterentwickelt. Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft, Gesundheitsförderung und nutzendenzentriertes Service Design zu verbinden – als Grundlage für den Markteintritt im Frühjahr 2026.

Laufzeit

  • Dezember 2025-Februar 2026

Kunde

  • NEUNOI

Finanzierung

  • Dagorà (LifeStyle–Innovation Hub)
  • Innosuisse
  • Pro Helvetia

Kontext

Kinder wachsen schnell, und Schuhe werden oft nach kurzer Zeit ersetzt. Gleichzeitig sind die meisten Sneakers nicht reparierbar und bestehen aus schwer trennbaren Materialverbünden sowie zu einem sehr grossen Teil oder gar ausschliesslich aus Plastik/Kunstleder. Dies führt zu erheblicher Ressourcenverschwendung, Abfall und Mikroplastikbelastung. Besonders im Kindermarkt ist die Akzeptanz von gebrauchten oder reparierten Produkten gering.

NEUNOI verfolgt einen radikal neuen Ansatz: modulare Sneakers, die mehrfach genutzt, repariert, weitergegeben und zurückgenommen werden. Damit dieses zirkuläre Modell im Alltag funktioniert, müssen zentrale Fragen geklärt werden: Wie lassen sich Reparatur- und Rücknahmeprozesse nachhaltig gestalten? Wie können Vertrauen, Akzeptanz bei Eltern und Kindern aufgebaut, wie die Hygiene sichergestellt werden? Und wie können Rückläufe genutzt werden, um Erkenntnisse zur Fussgesundheit und Prävention zu gewinnen?

 

Vorgehen

Das SCDH begleitet NEUNOI bei der Entwicklung eines integrierten Service- und Kreislaufmodells. Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit Familien und Kindern, deren reale Nutzungssituationen die Entwicklung unmittelbar prägen. Grundlage bildet ein partizipativer Prozess, in dem zentrale Elemente des Produkts und Systems gemeinsam mit Eltern, Familien und Expert:innen erarbeitet und getestet werden.

In Workshops und Fokusgruppen werden Bedürfnisse, Hemmschwellen und Erwartungen rund um Rückgabe, Reparatur und Wiederverwendung untersucht. Ergänzend fliessen qualitative Interviews und bestehende Testdaten ein. Service-Design-Tools wie Personas, User Journeys und Service Design Blueprints strukturieren Rücknahme- und Reparaturpfade systematisch und überführen sie in ein skalierbares Modell. Das entwickelte Service-System umfasst Produkt, Rücknahmelogistik und datenbasierte Weiterentwicklung und schafft damit die Grundlage für ein langfristig skalierbares zirkuläres Angebot.

 

Nutzen

  • Der Prozess schafft eine belastbare Grundlage für den Launch und die Weiterentwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Rücknahme- und Reparatursystems.
  • Es entsteht ein praxisnahes und akzeptiertes Kreislaufmodell.
  • Das Projekt stärkt die langfristige Nutzbarkeit von Kinderschuhen, reduziert Abfall und unterstützt eine Kultur des Reparierens im Alltag.
  • Langfristig leistet das Projekt einen Beitrag zur Etablierung zirkulärer Konsummodelle und zeigt exemplarisch, wie Design, Service-Innovation und Gesundheitsförderung in einem neuen Marktsegment zusammenwirken können.

Kontakt

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