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Workshop: Bodenbeläge für Gesundheitsbauten

17. März 2026, 13:30-16:30 Uhr

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Häusliche Nachsorge von Frauen mit perinatalen psychischen Erkrankungen | Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz

Häusliche Nachsorge von Frauen mit perinatalen psychischen Erkrankungen | Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz

Entwicklung eines care@home-Versorgungsmodells

Perinatale psychische Erkrankungen betreffen in der Schweiz rund 15% der Frauen und führen häufig zu stationären Behandlungen – oft verbunden mit einer Trennung von Mutter und Kind. Das SCDH unterstützt die Forschenden der Berner Fachhochschule gemeinsam mit der LerNetz AG bei der Entwicklung eines integrierten care@home-Versorgungsmodells, das betroffene Frauen im häuslichen Umfeld unterstützt und eine kontinuierliche, interprofessionelle Versorgung ermöglicht.

Laufzeit

  • April 2026-Dezember 2028

Lead

  • Berner Fachhochschule / Departement Gesundheit

Partner

  • LerNetz AG
  • Swiss Center for Design and Health

Finanzierung

  • Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz
 
 

Kontext

Perinatale psychische Erkrankungen treten während der Schwangerschaft oder im ersten Jahr nach der Geburt auf und betreffen jährlich rund 13’000 Frauen in der Schweiz. Die Folgen sind gravierend: Unbehandelte Erkrankungen beeinträchtigen die Eltern-Kind-Bindung nachhaltig; In schweren Fällen ist eine stationäre psychiatrische Behandlung erforderlich, die meist eine Trennung von Mutter und Kind bedeutet. Suizid ist ausserdem die häufigste Todesursache von Frauen im ersten Jahr nach einer Geburt. 

Trotz der hohen Prävalenz bestehen in der Schweiz erhebliche Versorgungslücken. Spezialisierte ambulante Angebote sind selten, und die Versorgung ist stark fragmentiert. Fachpersonen aus Geburtshilfe und Psychiatrie arbeiten häufig ohne strukturierten Austausch. Diese fehlende Integration erschwert eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und interprofessionelle Behandlung.

 

Vorgehen

Das SCDH unterstützt die Berner Fachhochschule bei der partizipativen Entwicklung eines care@home-Versorgungsmodells mithilfe von Service Design und Co-Design-Methoden. In mehreren Workshops werden zentrale Bedürfnisse, Modellkomponenten, Rollenverteilungen und Versorgungspfade gemeinsam mit betroffenen Frauen, Angehörigen und Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen erarbeitet.

Grundlage bilden qualitative Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen sowie eine systematische Literaturrecherche zu pflegerischen Interventionen. Die identifizierten Bedarfe werden mit Service-Design-Tools wie Personas, Stakeholder Maps und User Journeys strukturiert und visualisiert. In iterativen Workshop-Zyklen entstehen eine Modellskizze für das Versorgungsmodell sowie ein Prototyp einer digitalen Anwendung zur Unterstützung von Fachpersonen, betroffenen Frauen und Angehörigen. Ergänzend wird eine Programmtheorie entwickelt, die Wirkmechanismen und relevante Outcomes beschreibt. 

Ziel ist es, das Modell in der Region Bern umzusetzen und im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu überprüfen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine spätere Evaluation und ermöglichen eine Übertragung auf weitere Regionen.

 

Ziele

  • Der partizipative Entwicklungsprozess führt zu einem bedarfsgerechten und breit abgestützten Versorgungsmodell, das sich konsequent an realen Bedürfnissen und Arbeitsabläufen orientiert.
  • Das Modell stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen geburtshilflichen und psychiatrischen Disziplinen und verankert Pflegefachpersonen und Hebammen – auch in Advanced-Practice-Rollen – als zentrale Akteur:innen der Versorgung.
  • Die digitale Anwendung unterstützt den Kompetenzaufbau, verbessert die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und stärkt die Autonomie betroffener Frauen und ihrer Angehörigen.
  • Langfristig soll das Projekt einen substanziellen Beitrag zur Schliessung einer zentralen Versorgungslücke leisten.

Forschungsproposal und Antragsstellung

Bis Dezember 2025 wurde ein Forschungsproposal entwickelt, das basierend auf der Beschreibung von Best-Practice-Modellen aus dem Ausland ein erstes neues Versorgungsmodell skizziert. Anschliessend erfolgte die Antragstellung bei der Stiftung Pflegewissenschaft Schweiz.

Lead

  • Berner Fachhochschule / Departement Gesundheit

Partner

  • Universitäre Psychiatrische Dienste Bern
  • Inselspital Bern / Universitätsklinik für Frauenheilkunde
  • Periparto
  • Verein Postpartale Depression Schwe
  • Swiss Center for Design and Health
  • LerNetz AG

Finanzierung

  • Berner Fachhochschule
  • Swiss Center for Care@home

Kontakt

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