
Temporäre Signaletik I Fondation La Tour en Communs
Entwicklung und Implementierung einer provisorischen Signaletiklösung
Die Stiftung La Tour en Communs verwandelt den ehemaligen RTS-Turm in Genf in einen öffentlichen, der demokratischen Integrität gewidmeten Begegnungsort: den Tour en Communs. Auf 17 Stockwerken residieren Organisationen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Medien, Forschung und Kultur, aber auch Bürger:inneninitiativen oder etwa philanthropische Organisationen sind vertreten. Das SCDH entwickelt ein Signaletikkonzept, das die Orientierung verbessert, eine einladende Atmosphäre schafft und die neue Identität mitträgt.
Laufzeit
- Juni – August 2026
Kunde
- Fondation La Tour en Communs
Kontext
Bekannt war das 17 Stockwerke zählende Hochhaus in Genf bislang als RTS-Tower - nun verwandelt sich das augenfällige Gebäude vom historischen Standort der SRG in einen Ort der Begegnung zwischen öffentlichen und privaten Medien, Forschung sowie Bürger:inneninitativen.
Die Verwandlung vom RTS-Turm zum Tour en Communs verlangt nach einer durchdachten Gestaltung. Sie soll der neuen Identität Ausdruck verleihen, ein einladendes Umfeld schaffen, und Orientierung bieten – schon während des Transformationsprozesses. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die Signaletik. Die Orientierung im komplexen Gebäude ist anspruchsvoll, zudem ist das bestehende Leitsystem stark von der bisherigen Nutzung und der RTS-Markenwelt geprägt.
Das SCDH zeichnet sich dafür verantwortlich, dem Innern des Gebäudes während dieser Zeit des Wandels eine temporäre Signaletik in neuem Look zu verleihen; weg von der roten, metallischen Welt des RTS, hin zu einer neutralen Identität.
Vorgehen
In einer ersten Phase analysieren Mitarbeitende des SCDH vor Ort die vorhandene Signaletik. Eine Bestandesaufnahme mit Fotodokumentation identifiziert mehr als 500 Beschriftungen – Wegweiser, Schilder und Totems – die es zu adaptieren gilt.
Unter Berücksichtigung der angestrebten neuen Identität des «La Tour» entsteht ein evidenzbasiertes Konzept zu Signaletik und Wegführung, das auf die Bedürfnisse der definierten Nutzendengruppen einzahlt.
Finden Nutzende die für sie relevanten Informationen schnell und intuitiv? Können sie sich damit im Gebäude sicher orientieren? Sind der angedachte Font und die geplante Farbe auch für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung erkenn- und lesbar? Um Konzept und Prototypen zu evaluieren, findet ein Workshop mit von den Stakeholdern definierten Nutzenden statt.
Basierend auf den Erkenntnissen des Workshops wird das Konzept finalisiert und auf die unterschiedlichen Signaletikelemente im Gebäude übertragen. Das SCDH definiert die grafischen und technischen Vorgaben und bereitet die einzelnen Elemente für die Produktion vor. Die Herstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Produktionspartnern.
Das SCDH begleitet und koordiniert die Installation vor Ort im Tour en Communs, um eine konsistente Umsetzung des entwickelten Konzepts sicherzustellen.
«Das Signaletikprojekt wurde gemeinsam mit dem aussergewöhnlichen Team vom SCDH als eine Art Gründungsakt konzipiert und entwickelt: Der Raum selbst muss – von Beginn weg – deutlich machen, dass «la Tour en Communs» fortan ein gemeinsamer und gemeinschaftlicher Ort ist.»

Nutzen
- Die Fondation La Tour en Communs erhält evidenzbasierte, getestete und inklusive Lösungsvorschläge.
- Sie profitiert von einem multidisziplinären Team mit breitem Expertenwissen.
- Durch die gezielte Einbindung der Stakeholder werden Veränderungen frühzeitig begleitet und die Akzeptanz der entwickelten Lösung gefördert.
- Das SCDH verfolgt eine ganzheitliche Sicht auf Organisation, Raum und Nutzung und berücksichtigt damit auch zukünftige Veränderungen.
«Der nutzerorientierte Ansatz von SCDH war massgebend für bewusste und fundierte Entscheidungen in den Bereichen Strategie, Design, Farbgestaltung, Inklusion und Wohlbefinden. So entstand ein stimmiges temporäres Konzept, das den Wandel von «La Tour en Communs» unterstützt und unterschiedliche Einrichtungen zusammenbringt, ohne dabei deren eigenständige Identitäten zu beeinträchtigen. Die Einbindung der Nutzer, Tests vor Ort und evidenzbasierte Empfehlungen waren entscheidend für den Erfolg des Projekts.»

Galerie
Status
abgeschlossen
Projektart
Dienstleistung
Zielgruppe
Interessensvertretungen und Verbände
Tätigkeitsfeld
Visuelle Kommunikation
Angebot
AnalyseBeratung
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